Lesen, eine meiner Leidenschaften

Bald möchte ich Euch hier ein paar meiner Lieblingsbücher vorstellen. Über die Jahre habe ich sehr viele gelesen und an diesen Büchern sollt Ihr teilhaben. Heute möchte ich ein Klein wenig erzählen wie ich zum lesen kam und was mich so begeistert.

Meinen neuen Lesestoff erwerbe ich manchmal im Internet oder auch in einer kleinen Buchhandlung hier vor Ort. Beim stöbern in diesem kleinen Laden fand ich schon oft die schönsten Bücher für meinen kleinen Mann und auch für mich. Leider habe ich heute nicht mehr soviel Zeit zum Stöbern, manchmal gibt es in dem kleinen Laden auch nicht wonach mir gerade ist. Man kann hier aber auch alles bestellen, das Buchstaben und Wörter enthält. Oft nehme ich mir vor diesen kleinen Laden zu unterstützen, aber manchmal siegt die fehlende Zeit oder auch die Faulheit. Und ab und zu auch mal, das Wissen darüber, dass es nicht bei den bestellten Büchern bleibt.

Nun Beginnen wir mal am Anfang, wo mich die Liebe zum Buch getroffen hat. Es war eine Buchhandlung in die mich mein Papa mitgenommen hat. Hier waren überall Bücher gestapelt, Türme von Büchern. Nur der Inhaber konnte die gesuchten Bücher finden. Hatte man sein gewünschtes Exemplar selbst gefunden, so musste der Käufer aufpassen, dass der Turm nicht wie bei Jenga zusammen fällt. Heute gibt es ihn leider nicht mehr. Der Besitzer weilt nun im wohlverdienten Ruhestand, vielleicht ist er damals auch von den großen Buchhandlungen und dem einsetzenden Onlinehandel verdrängt worden. Meine schönste Kindheitserinnerung daran ist der Kinderbereich, direkt beim Schaufenster. Hier befanden sich Kissen und die Bücher die ich wollte. Es war so schön dort in den Büchern zu stöbern. Mein Papa konnte in Ruhe stöbern und nach Nachschub suchen oder sich einfach nur informieren.

Der Geruch von neuen, druckfrischen Büchern hing überall in der Luft, ein Geruch den ich, auch in Zeiten von Amazon & Co, nicht vergessen werde. Auch heute noch gibt es für mich nichts schöneres als den Geruch von neuen Büchern. Ein neues noch nie gelesenes Buch zu öffnen, einfach herrlich. Je älter ich wurde, desto öfter ging es für mich in die Bücherei. Ab der ersten Klasse bekam jedes Kind seinen eigenen Ausweis. Leider habe ich sehr lange gebraucht bis ich die ersten Sätze lesen konnte. Ich habe sehr viel geübt, natürlich war das für alle beteiligten Personen nicht so einfach. Eines Tages, morgens im Bett liegend, während meine Mutter das Samstagsfrühstück machte (ich weiß noch alles) versuchte ich die erste Seite aus Janosch „Oh, wie schön ist Panama“ wieder und wieder zu lesen. Ganz plötzlich machte es – Klick! – und es klappte einfach: „Es war einmal ein kleiner Bär und ein kleiner Tiger, die lebten unten am Fluß. Dort, dort wo der Rauch aufsteigt, neben dem großen Baum. Und sie hatten auch ein Boot.“, das war wunderbar. Die richtig große Leidenschaft zum lesen kam aber erst viel später. In der vierten Klasse veranstaltete eine Stiftung, die sich mit Multipler Sklerose beschäftigte, eine Spendenaktion. Pro gelesenem Buch sollten die Eltern Geld spenden und von da an war kein Buch mehr vor mir sicher. Immer wenn ich Zeit hatte ging es in die Bücherei um Nachschub zu holen. Mein Taschengeld wurde größten Teils in Bücher investiert.

Heute möchte ich meinem kleinen Mann diese Begeisterung an der wunderschönen Welt der Bücher näher bringen. Hier sind zur Zeit noch Bilderbücher der große Renner. Es wird die Zeit kommen, in der ich ihm längere Geschichten vorlesen darf. Auf meiner Wunschliste stehen Bücher wie zum Beispiel „Die Kinder von Bullerbü“ von Astrid Lindgren oder „Der Räuber Hotzenplotz“ von Otfried Preußler und natürlich noch viele mehr.

Mein kleiner Mann konnte kaum sprechen, da las er sich seine Lieblingsbücher selber vor. Wie zum Beispiel das Buch „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ von Werner Holzwarth. Das ging so: „Du? Nein, bäh!“ und auf der nächsten Seite wieder das Selbe. Es sah so lustig aus. Jetzt finde ich den kleinen Mann in seinem Zimmer, auf dem Bett liegend, sämtliche Bücher um sich herum verteilt und diese durchblätternd. Für mich ist das ein wunderbar tolles Bild. Ich schleiche dann wieder aus dem Zimmer und freue mich diebisch über diesen Anblick. Vielleicht wird er auch so ein Bücherliebhaber wie ich.

Vielleicht kann ich den einen oder anderen für ein paar meiner Lieblingsbücher begeistern. Ich freue mich über viele Leser und auch Kommentare. Vielleicht könnt Ihr mir ja Eure Lieblingsbücher in den Kommentaren mitteilen? Was lest Ihr oder Eure Kinder gerne?